Willkommen im sonnigen Tschernobyl: Verstrahlt, verseucht, vergiftet - eine Erkundung der schlimmsten Orte der Welt

By Andrew Blackwell

Eine Liebeserklärung an unsere zerstörte Welt

Während eines sechsmonatigen Aufenthalts in Indien fasziniert Andrew Blackwell nicht das Tadsch Mahal, sondern Kanpur, die Stadt mit der höchsten Umweltverschmutzung des Landes. Damit ist sein Interesse für Orte ungewöhnlicher und drastischer Umweltzerstörung geweckt! Er reist nach Tschernobyl, in einen kanadischen Ölsandtagebau, zum großen »Müllteppich« im Pazifik, in ein Kahlschlaggebiet am Amazonas …

Doch anstatt das Ende der Welt auszurufen, erzählt Andrew Blackwell von dem Schönen und Tragischen, dem Faszinierenden und Absurden dieser Orte und der Menschen, die dort wohnen. Mit journalistischem Scharfsinn und einer guten component trockenen Humors macht er deutlich, worum es eigentlich geht: Die Welt ist schön, selbst da, wo wir sie schon zerstört haben, und sie ist erhaltenswert. Ein Buch, das die Augen öffnet, und eine großartige Liebeserklärung an die einzige Welt, die wir haben.

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Doch Bücher müssen geschrieben werden. Wer würde das Evangelium eines Umweltverschmutzungstourismus verkünden, wenn ich aufgab? Indien musste allerdings vorerst warten. Stattdessen floh ich vor meiner eigenen Verzweiflung nach Brasilien. Mein Freund Adam kam mit. Wobei, vielleicht sollte ich besser sagen, ich ging mit ihm. Vorgeblich reiste er mit mir nach Brasilien, damit wir einen Beitrag fürs Fernsehen drehen konnten. Wir hatten schon einmal zusammengearbeitet. Doch ich vermutete, im Gegensatz zu mir wollte Adam tatsächlich nach Brasilien reisen. Vielleicht dachte er auch, ich könnte ein wenig Unterstützung gebrauchen. Wäre ich mir selbst überlassen gewesen, hätte die Gefahr bestanden, dass ich die gesamte Zeit dort im Hotelzimmer unter dem Moskitonetz verbracht und brasilianisches Kabelfernsehen geglotzt hätte. Freunde – immer versuchen sie, einen zu ermutigen und davon zu überzeugen, dass guy liebenswert sei und nicht unfähig und zum Scheitern verurteilt. Warum können sie sich nicht einfach raushalten? Andrerseits konnte ich, wenn Adam dabei struggle, auf die detaillierte Hintergrundrecherche verzichten, die ich sowieso nicht gemacht hätte. used to be sollte ich tun – das Amazonasgebiet mit einer Woche googeln knacken? Drauf geschissen. Ursprünglich sollte es bei der Brasilienreise um Rindfleisch gehen. Rinderzucht ist seit Langem einer der Hauptgründe für den Kahlschlag des Amazonasregenwalds. Bestimmt gab es da irgendwo einen netten Viehzüchter, der uns einen exklusiven Einblick in den Weg vom jungfräulichen Regenwald zum Hamburger geben würde. Wie viele Steaks da auf uns warten würden! Aber dann fanden wir das mit dem Soja heraus. Da ging es, nach allem, used to be wir (also Adam) lasen, richtig ab. Sojabauern machten breite Flächen Wald dem Erdboden gleich, damit sie ihr Produkt als Tierfutter nach Europa verkaufen konnten. Wir gaben die Idee mit den Rindviechern auf und wählten ersatzweise die Stadt Santarém als Ziel. Dort befindet sich das umstrittene Exportterminal des multinationalen Konzerns Cargill, von wo aus Sojabohnen aus Amazonas herausgebracht werden. Um Santarém herum konnten wir alles sehen: unberührten Dschungel, abgeholzten Dschungel, Sojafelder und das Terminal selbst, ein grausamer Dolch des Agrobusiness mitten im grünen, pochenden Herzen der Welt. So sah zumindest meine Wunschvorstellung aus. Da ich die Recherche schon an Adam ausgelagert hatte, conflict ich für den Einsatz vor Ort zuständig. Ich schrieb einen Ablaufplan. 1. Flugticket kaufen (WICHTIG). 2. Nach Brasilien fliegen. three. Das Flugzeug verlassen. four. Den Flughafen verlassen. five. Ein Taxi finden. 6. Den Taxifahrer bitten, uns zum Amazonasregenwald zu bringen, am liebsten dahin, wo es brennt. Das conflict ein Plan, mit dem ich umgehen konnte, vor allem, weil Adam, als er sah, dass ich nicht die Absicht hatte, Nummer 1 zu erledigen, die Initiative ergriff und unsere Flugtickets kaufte. (Ich habe ihm das Geld immer noch nicht zurückgegeben. ) Als wollte er mich dafür bestrafen, kam er danach in mein Büro, trug einen grünen Sonnenschild, wedelte mit einem Stapel Papier und brachte mich auf den neuesten Stand.

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